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Gemeinsam gegen Rechts - Protest gegen Anti-Islamisierungskongress 25.09.08 Kategorie: GESELLSCHAFT
Artikel und Pressemeldungen zu dem "Anti-Islamisierungskongress" und den Gegen- protesten
"Anti-Islamisierungskongress" in Köln Keine Chance für rechte Populisten
Am Wochenende sollte in Köln der so genannte "Anti-Islamisierungskongress" rechtspopulistischer europäischer Parteien stattfinden. Ein Bündnis aus Bürgern, Politikern, Medien, Verbänden und der Kirchen hat diesen Plan allerdings vereitelt. Aus Köln berichtet Frank Überall.
Rechtsradikale aus mehreren europäischen Ländern mussten in Köln eine schwere politische Niederlage einstecken. Sie wollten einen fremdenfeindlichen "Anti-Islamisierungskongress" abhalten, was ihnen durch den vehementen Widerstand der Kölner Bürger aber nicht gelang.
Tausende demonstrierten friedlich gegen das Treffen von Rechtsextremisten, vereinzelt gab es aber auch Ausschreitungen. Wegen der unübersichtlichen Sicherheitslage hat die Kölner Polizei die zentrale Kundgebung der Rechtsradikalen schließlich in letzter Minute verboten. Die Organisatoren kündigten an, dagegen gerichtlich vorgehen und die Veranstaltung wiederholen zu wollen. …
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AK Grüne MuslimInnen NRW freut sich über den Erfolg der Demonstration gegen den „Anti-Islamisierungskongress“
An diesem Wochenende hat Köln erneut eindrucksvoll bewiesen, dass es sein Selbstverständnis als weltoffene und tolerante Stadt ernst nimmt. Die Kundgebung der rechtspopulistischen Partei „pro Köln“, die den Höhepunkt des sogenannten „Anti-Islamisierungskongresses“ bilden sollte, konnte in einem beispielhaften Akt der Zivilcourage von ca. 50.000 Demonstranten verhindert werden. Die rechtspopulistische Partei „pro Köln“ machte sich schon vor Ihrem Einzug in den Stadtrat die Unkenntnis und die daraus folgenden Ängste der Bürger für eine Hetzkampagne gegen „den Islam“ zu nutze, um ihre rechtsextremen und rassistischen Vorstellungen zu verbreiten. Damit hatte sie auch tatsächlich Erfolg und schaffte es das Moscheebauprojekt in Köln zum umstrittensten in ganz Deutschland zu machen. Das war für die Kölnerinnen und Kölner schon schlimm genug. Doch als nun auch noch rechtpopulistische und rechtsextreme Prominenz aus ganz Europa zu einem Kongress nach Köln eingeladen wurde, war ein Punkt erreicht an dem alle friedliebenden und demokratischen Kräfte aufgerufen waren mit aller Deutlichkeit Position zu beziehen gegen die rassistische, fremdenfeindliche und islamophobe Hetze von „pro Köln“. Gemeinsam mit einer Reihe von Parteien, Gewerkschaften, Unternehmen, Migrantenorganisationen, KünstlerInnen und Kirchen haben wir als Grüne unseren Protest gegen den „Anti-Islamisierungskongress“ und die Minderheitenhetze von „pro Köln“ hörbar und sichtbar gemacht. Das letzte Wochenende war ein enormer Erfolg für die demokratischen Bürger dieses Landes und eine Niederlage auf ganzer Line für die Rechten. Dafür bedankt sich der Arbeitskreis Grüne MuslimInnen NRW ganz herzlich bei allen, die friedlich daran mitgewirkt haben. Wir haben gezeigt, dass Köln tatsächlich bunt ist und nicht braun! Und vielleicht müssten wir sogar dankbar dafür sein, dass wir die Gelegenheit hatten diese Botschaft von Köln aus zu senden.
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Muslime bedanken sich bei allen Organisatoren und Teilnehmern des Protests gegen Anti-Islam-Konferenz
Der Sprecher des Koordinationsrats der Muslime in Deutschland (KRM) Ali Kizilkaya bedankte sich am heutigen Tag bei allen Organisatoren und Teilnehmern der überwältigenden Protestveranstaltungen gegen die verbotene Anti-Islam-Konferenz in Köln.
Er sagte: „Die Muslime sind stolz auf Köln und auf diese großartige Unterstützung der Kölner Bürger. Die Zivilgesellschaft hat hier ein Exempel statuiert.“ Kizilkaya führte weiter aus, „dass dieser Protest ein herausragendes Zeichen der Solidarität darstellt, wie es die Muslime in Deutschland selten erfahren haben“.
„Besonderer Dank gelte insbesondere auch der Kölner Polizei für ihr umsichtiges und vorbildliches Verhalten“, sagte Kizilkaya, „viele Muslime hätten das erste Mal seit langer Zeit das Gefühl gehabt, wirklicher Teil der Gesellschaft zu sein“. Er sagte weiter, „die Protestkundgebungen und Aktion waren auch ein Zeichen gegen den zum Teil erheblichen öffentlichen Druck auf Muslime in Deutschland“.
Er bedauerte abschließend, dass es am Rande der Proteste auch vereinzelt zu Gewalt gekommen sei und betonte, dass diese Aktionen nur dazu führen, dass sich die Rechtsradikalen zu Opfer stilisieren können und somit kontraproduktiv seien.
© islam.de
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Eindrücke von Teilnehmern der Gegendemonstration. Wachsam bleiben
Der großspurig angekündigte europaweite „Anti-Islamisierungskongress“ der rechtsradikalen Gruppierung „Pro Köln“ am 19. und 20. September war eindeutig ein Misserfolg für die Rechten. Nachdem die Teilnehmerzahlen auf Seiten der Islamgegner weit unterhalb von deren Erwartungen geblieben waren und eine geplante „Stadtrundfahrt“ der Rechten in von vielen Muslimen bewohnte Stadtteile nicht stattfinden konnte, wurde auch die zentrale Veranstaltung auf dem Kölner Heumarkt letztlich von der Polizei verboten - aus Sicherheitsgründen. Nur rund 50 Pro Köln-Anhänger hatten sich auf dem Heumarkt eingefunden – 1.500 waren von den Organisatoren erwartet worden. So blieben die wenigen Pro Köln-Vertreter ziemlich allein vor ihren großen „Stop Islam“-Plakaten stehen. Die Kölner Bevölkerung hat mehrheitlich ganz klar gezeigt, dass sie die Rechtsradikalen ablehnt und durch deren Anti-Islam-Proaganda nicht den gesellschaftlichen Frieden und das Zusammenleben gestört haben will. Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet (CDU) sagte denn auch: „Wann hat es das schon einmal gegeben, dass sich eine ganze Stadt schützend vor ihre Muslime stellt?“ Und Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) sagte, die Kölner hätten „mit Herzblut, Witz und Intelligenz“ gegen „rassistischen Schwachsinn“ protestiert und den sogenannten Anti- Islamisierungskongress der Rechten dadurch zu einer „Pleite erster Klasse“ werden lassen. …
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Fotos von der Gegendemonstration finden Sie hier.
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FRAGEN/KOMMENTARE VON LESERN
01.10.08
War dabei,
30.10.09
Hi,finde es echt super das soviele Menschen hinter unseren Moslemischen Mitbürgern stehen.Und somit ein klares Zeichen gegen Rechts schaffen. Die Zeit der Braunen ist Vorbei. Alle Gute !!!! <- Zurück zu: Home |