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Was Ihr wollt! Eine Tragödie 11.04.07 Kategorie: GESELLSCHAFT
Wir unterscheiden uns vom Islam dadurch, dass wir Intoleranz ablehnen, Religionsfreiheit erlauben, die Gleichberechtigung von Mann und Frau vertreten und Zwangsheiraten ganz entschieden nicht billigen. Wehrt euch Deutschland! Als nächstes wollen sie die Sharia einführen. Wo soll das noch hinführen? Wenn wir ihnen nicht Einhalt gebieten, droht uns der Verlust unserer teuer erkämpften Grundrechte. Im Namen der Demokratie und der Freiheit, verbündet euch Liberale!
Sparschweine zu haben ist eine Sünde. Frauen die Hand zu schütteln gleicht einer Katastrophe. Arbeitet weiter im Geheimen Brüder und Brüder! Eines Tages wird uns Europa ganz gehören.
Meine Damen und Herren. Mein Name ist Herr Antimus Islamos. Unsere Partei steht für die Grundwerte auf die unsere Nation aufgebaut ist. Wir haben den Mut, unseren Willen auszusprechen und politisch inkorrekt zu sein. Wir wagen dies, zu einer Zeit, wo das Ausüben und die Verteidigung unserer simpelsten Rechte und zwar das Recht auf Meinungsfreiheit, verurteilt wird. Wählt uns! Es lebe eingeschütztes Europa!
Meine Brüder und Schwester! Bleibt unter euch! Integriert euch nicht mit den Ungläubigen! Wir werden pro Jahr Tausende von Muslime auf die Welt setzen. Das heißt in einigen Jahren, werden wir ihre Kinderkriegende- sparende Frauen überholt haben. Das Ende? Ist leider nicht in Sicht! Eine Dosis an gesteigertem Wahn und Paranoia? Leider reichlich vorhanden.
Ein Tipp! Falls du Muslim bist, vergiss nicht, dich für jeden Mist zu entschuldigen, den verhaltensgestörte Menschen im Namen deiner Religion machen. Vergiss nicht jedes Mal dich selbst zu verteidigen und ihnen immer wieder schönzureden, dass du gemäßigt und liberal bist. Beteure ihnen, dass du deine Frau nicht schlägst, dass du für Liebe und Frieden bist und dass du die Demokratie achtest. Schwöre ihnen, dass du ihnen nicht feindlich gesinnt bist, weil sie Nicht-Muslime sind und dass du den Terrorismus aufs Schärfste verurteilst. Tust du das nicht, dann passt du in das Bild des MUSLIMS!!
Ist das nicht was Ihr wollt??
Erklärung des Autors:
Die Veröffentlichung des Spiegelartikels über die "Islamisierung" Europas ist kein neues Erscheinungsbild, sondern unterstreicht, wie sehr viele Europäer Angst vor dem Islam haben, wobei diese Angst auf viele Stereotypen aufgebaut ist und von Politikern ausgenutzt wird.
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FRAGEN und KOMMENTARE - ANTWORT DES AUTORS
09.05.07
Hallo Sherif,
Sherif Abdel Samad:
Lieber David,
Erst mal danke für deinen Brief. Ehrlich gesagt finde ich die Satire auch nicht lustig. Ganz im Gegenteil, war es eher Trauer und Frust, die mich bewegt haben, diesen Beitrag zu schreiben. In letzter Zeit sind mir eine Fülle von Reportagen, Artikel und Internetseiten begegnet, die den Islam haufenweise mit Stereotypen und Klischees versehen. Es ist bedauerlich fest stellen zu müssen, dass der deutsche Leser oder Fernsehzuschauer seit den Anschlägen des 11. Septembers und sogar schon davor, aufgrund der negativen und einseitigen Medienerstattung, den Islam entweder mit Fundamentalisten, Terror, aufgehetzten Menschen und das Kopftuch in Verbindung gesetzt bekommt. Wir werden als Menschen einzig und allein auf unsere Religion reduziert, die wiederum von den Medien definiert wird, weil es einfacher ist von einer Verallgemeinerung auszugehen, anstatt zwischen Terror und dem friedlichen Beisammen von Millionen von Menschen zu unterscheiden.
Man verlangt immer von Muslimen eine sofortige Stellungnahme und eine Verurteilung des Terrors. Was ist aber mit den Aussagen von einigen deutschen Politikern, die schon fast an Rassismus grenzen? Die zweite Aussage in meinem Beitrag ist nicht meiner Phantasie entsprungen, sondern dem Munde eines deutschen Ministerpräsidenten entnommen.
Du schreibst, dass ich mit dem was ich geschrieben habe, dem Problem eher aus dem Wege gehe. Das sehe ich anders. Indem ich die Stereotypierung des Islams mittels der „Literatur“, oder wie man das auch immer nennen mag, ins Absurde gestellt habe, wollte ich dem deutschen Leser vor Augen führen, inwieweit er ein verzerrtes Bild der Geschehnisse, aufgrund seiner passiven Rolle als Leser oder Zuschauer, hat. Um Rassismus und Stereotypierung zu bekämpfen, reicht es manchmal nicht aus, eine Aussage zu machen und den Leser zur Toleranz zu besinnen. Manchmal muss man zu kreativeren Mitteln greifen, um dem Leser das Problem von allen Seiten zugänglich zu machen. Manchmal muss man ihn auch provozieren, wie ich es scheinbar bei dir erreicht habe, um ihn zu einer Stellungnahme zu verleiten und ihn dazu zu bringen, dass er seine inzwischen schon festgesetzten Bilder neu überdenkt.
Beste Grüße Sherif
17.04.07
Samasen, keep the good work.
15.04.07
Lieber Autor,
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