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Theater Grenzen-Los! präsentiert: Intifada - im Klassenzimmer?!? 07.09.05 Kategorie: PROJEKTE Eine Schule in Moabit. Jugendliche aller Nationen sitzen gemeinsam im Unterricht, streiten und versöhnen sich, tanzen gemeinsam auf dem Schulhof. Doch nach dem 11. September 2001 verändert sich die Atmosphäre im Klassenzimmer. Die Lehrer sind überfordert. Eines Tages: eine Bombendrohung in der Schule. Ein arabischer Schüler gerät unter Tatverdacht. Doch dann entdeckt Rahel, eine jüdische Schülerin, wer wirklich die Bombe gelegt haben könnte.
12 Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren aus Moabit, Schöneberg und Neukölln, aus Palästina, Griechenland und dem Kosovo, bringen die brennenden Themen unserer Zeit auf die Bühne: die Welt nach dem 11. September, Rassismus, Vorurteile sowie die Bildungsmisere haben Platz in einer spannenden Kriminalgeschichte, Sozialdrama und Musical.
Ein Projekt von Olle Burg e.V., Kinder- und SchülerInnenladen und theater strahl. Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus, Berliner Senat.
Regie: Ahmed Shah, Marwa Al-Radwany
Videoinstallation: Frank Gerhardt
Ton und Licht: Dorian Wunderlich
Kostüme und Requisiten: Petra Hauff
ab 12 Jahren
Dauer: 100 Min.
Rahel – Franziska Felizetti
Adullah – Hossein Hamadani
Karl-Heinz – Kevin Wranik
Herr Siebert, Doktor Komisch – Hassan Kabalan
Salima – Alice Harb
Robert, Norbert – Roy Klönhammer
Samy, Polizistin – Samanta Nitze
Frau Schmidt – Sara Elsholz
Body-Murat – Hüseyin Akkus
Pressestimmen:
[...] so [sind] zwei Stunden entstanden, die unter die Haut gehen. Neben geschichtlichen Rückblenden, nachgestellten Alltagsszenen, die die Diskriminierung von Ausländern thematisieren, Jugendliche zwischen Traditionen der immigrierten Eltern und ihrer eigenen Lebenswelt zeigen, wird vor allem Mut gemacht. Mut, Vorurteilen, Rassismus und Hass entschlossen entgegenzuwirken [...] Vormittagsvorstellungen sind besonders für Schulklassen geeignet. Aber auch für alle anderen Altersstufen ist dieses Stück unbedingt sehenswert. Berliner Woche, 1. Juni 2005
... Erst sollen die Schüler verstehen lernen, dass sie zusammenhalten müssen. Gegen Neonazis zu sein, ist nicht genug, wenn die jüdische Mitschülerin ausgeschlossen bleibt. So lautet die Botschaft des kurzweiligen Stücks. [...] Die Geschichte besticht durch eine gelungene Mischung aus Witz und Tragik. Mit großem Schwung dichten, singen, sprechen und tanzen die dreizehn- bis neunzehnjährigen Laiendarsteller durch die verschiedenen Rollen. Jüdische Allgemeine Nr. 23/05, 9. Juni 2005
„Intifada im Klassenzimmer“ ist besser als jedes Theater... [...] sie kann mehr als HipHop. Schmerzhaft schön singt sie das Liebeslied der zusammengetretenen Jüdin Rahel, das mich auf dieser Hinterbühne in Berlin-Moabit – eine baufällige Ex-Schlachterei, versifft, dazu noch a capella – auf dem falschen Fuß erwischt hat. Fünfmal im Jahr vielleicht schießen mir Tränen in die Augen. Der blanke Text vermittelt nichts davon, warum gerade da. Es war die Stimme. [...] Aber es ist der irrationale Funke Hoffnung auf Respekt und Dimes, der dieses Theater trägt. Sonst sucht man diesen Funken wie die Nadel im Heuhaufen. Im Beussel-Kiez ist dieser Haufen Flamme. junge welt 11./12. Juni 2005, Nr. 134
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