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Projekt "Das Grundgesetz im (Migrations)-Vordergrund" 10.03.11 Kategorie: PROJEKTE Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) macht sich für das republikanisch-demokratisches Staatswesen stark - „Als wir im letzten Herbst durch die Anschlagsserie auf deutsche Moscheen einerseits und die ernst zu nehmenden Terrorwarnungen und andererseits die Imame und Vorsteher unserer angeschlossenen Moscheevereine und Gemeinden dazu aufriefen, die „Verteidigung unserer freiheitlichen Grundordnung“ zum Thema der Freitagspredigten zu machen, wurden wir durch die sehr positive Resonanz ermutigt diese Initiative und Arbeit fortzusetzen“, kommentierte heute der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek diese Aktion. Der Politologe MuhammadSameer Murtaza wird das Projekt "Das Grundgesetz im (Migrations)-Vordergrund" mit seinen wöchentliche erscheinenden Aufsätzen redaktionell begleiten dazu beitragen, das im Internet eine hoffentlich rege Diskussionen entsteht. Dadurch soll Muslimen, insbesondere Jugendlichen in den Moscheen, unser republikanisch-demokratisches Staatswesen näher gebracht werden.
Grußwort
Das ereignisreiche Jahr 2010 stellt für viele Mitbürgerinnen und Mitbürger muslimischen Glaubens eine Zäsur dar. Da waren Thilo Sarrazins anti-muslimische Agenda und die bürgerliche und mediale Begeisterung für dessen Ansichten, die etlichen Moscheeanschläge, die in dieser polarisierenden Atmosphäre stattfanden und das merkwürdige gesellschaftliche und politische Schweigen darüber, sowie die heftigen Reaktionen auf die Rede des Bundespräsidenten, der die Selbstverständlichkeit zum Ausdruck brachte, dass auch der Islam inzwischen ein Teil Deutschlands ist. Bei all der Vielfalt in unserem Land stellt sich zunehmend die Frage, was unsere Gesellschaft überhaupt noch zusammenhält. Vorschnell und viel zu leichtfertig werden Abgrenzungsversuche unternommen und Mitbürger muslimischen Glaubens als Abgrenzungsfläche sozial marginalisiert. Es gibt wieder ein Interesse an Wir-hier-die-da-Unterscheidungen und dem Verächtlichmachen von Minderheiten. Zugleich muss ehrlicher weise zugegeben werden, dass in der Tat bis heute ein Teil der hier lebenden Muslime nur auf die eigene Community fixiert sind. Doch Moscheen und muslimische Jugendvereine sollten sich auch als Teile der autonomen Bürgerschaft verstehen und nicht als Rückzugsort, an dem eine künstliche Alternativgesellschaft gelebt wird. Eine stärkere Partizipation muslimischer Mitbürger ist daher nicht nur wünschenswert, sondern dringend erforderlich.
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