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Gedichte: Der Ozean / Im Wind
17.03.08
Von:  Özlem Genc

Kategorie: ERFAHRUNGEN

Der  Ozean

 

Ein Tropfen trifft den Ozean,

sein Echo bildet Wellen.

 

Lauschst Du meinem Klang am Land,

Nicht an Deinen Ohren läute ich.

 

Wie der Rauch eines Atems,

erlösche ich, werde eins.         

 

Fragst mich nach meinem Bild,

ich sage Dir ein Wort,

ich sage Dir meinen Namen

Nichts.

 

 

Im Wind

 

Wie ein Kieselstein im Schuh,

stört mich Dein Ruf,

sei ein Vogel,

berichte mir von der Nacht,

ja, ja, liebend wie ein Kind,

am Elternbett, wenn der

Morgen einbricht.

 

 

Jagst mich im Wind,

ein Herbstblatt bin ich,

beklage mich über meinen Sturz,

überwinde meine Traurigkeit nicht,

ich will nicht, ich will nicht.

 

Ein Freund sagst Du, Wind?

Bote der Quelle, bist Du?

Hört Du mein Heulen nicht,

wie ein neugeborenes Kind?

 

Ein Meer von Tränen weint der Himmel,

liege da und schaue ihnen zu,

Trommeln schlagen sie und freuen sich,

tanzen und springen,

vergesse für einen Augenblick mich,

wieso eigentlich?

 

Ein Gedanke trifft mich wie ein Blitz,

mein Atem steht still,

eine Stimme spricht,

das ist alles nur für Dich.




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