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Erste Jüdisch-Islamische Gesellschaft - Der Beginn eines dringend notwendigen Dialogs 30.04.08 Kategorie: PROJEKTE Die Jüdisch-Islamische Gesellschaft (JIG) im Gespräch am 10.04.2008 im Jüdischen Kulturverein Berlin
„Als ich vor vielen Jahren aus Südostanatolien nach Deutschland kam, war ich sehr überrascht, dass über Juden und Muslime immer so gesprochen wird, als seien sie verfeindet. Dabei leben wir, z.B. in Südostanatolien, schon seit sehr langer Zeit eng zusammen und haben viele Gemeinsamkeiten“, so einer der Initiatoren der Jüdisch-Islamischen Gesellschaft. Diese Ähnlichkeiten des Miteinanders waren es auch, die Vertreter der islamischen und der jüdischen Religion in Nürnberg zu verschiedenen musikalischen Veranstaltungen zusammenführte. Man musizierte, sang und quatschte zusammen. Dabei entwickelten sich nicht nur Freundschaften, sondern auch der Wunsch, diesen bereichernden Begegnungen eine offizielle Struktur des Austauschs zu geben: Am 11.3.2008 stellte sich die Jüdisch-Islamische Gesellschaft (JIG) in Nürnberg erstmalig der Öffentlichkeit vor. „Unser wichtigstes Anliegen ist es, Grenzen abzubauen und zu zeigen, dass ein Dialog zwischen Muslimen und Juden möglich ist“, so Lawrence Zweig, der zweite Vorstand der Gesellschaft während des Gespräches im Jüdischen Kulturverein in Berlin. „Wir planen kulturelle Begegnungen, musikalische Events, Infoveranstaltungen über unsere Religionen sowie gegenseitige Besuche in Moscheen und Synagogen und freuen uns sehr über weitere Ideen“, führt Zweig weiter aus. Den ersten Vorstand für die jüdische Seite hat Rabbiner Jeremy Milgrom übernommen, die muslimische Seite vertritt Cemalettin Özdemir, Leiter der Begegnungsstube Medina, die sich beide damit einen Lebenstraum erfüllt haben. „Wir wollen wieder gewinnen, was verloren gegangen ist“, fasst Jeremy Milgrom den Wunsch der Jüdisch-Islamischen Gesellschaft zusammen. Ganz bewusst seien die großen Einrichtungen nicht angesprochen worden, denn man wolle, dass sich die Initiative mit ihrem progressiven Dialog von unten nach oben vorarbeite, so die Initiatoren.
Die Gesellschaft hat sehr viel positive Resonanz erhalten, immer wieder wird die Wichtigkeit des Dialogs, auch im Hinblick auf den Nahostkonflikt hervorgehoben. Doch wie tief Ängste und Vorurteile noch sitzen, zeigen auch kritische Stimmen, die auf die Gesellschaft mit der Assoziationskette Islam = Palästina = Terror = Anti-Israel reagierten. Diese gedanklichen Verknüpfungen weisen aber auch auf die Chance für die Jüdisch-Islamische Gesellschaft hin, über einen progressiven Dialog in Europa die Situation in Israel rückwirkend zu beeinflussen. Allerdings steht die Gesellschaft noch vor einem quantitativen Problem: Es bedarf nach ihrer Ansicht mehr emigrierter Juden in Europa, um eine progressive Bewegung zu kreieren, da die im Vergleich zu Muslimen und Christen sehr kleine Gruppe der Juden eine solche Arbeit nicht alleine stemmen könne.
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KOMMENTARE UND FRAGEN
24.01.09
ich finde die gründung der gesellschaft sehr gut mann -frau könnte auch daran denken einen zentralrat der kinder abrahams aufzubauen mit dem ziel die famiele abrahams zum frieden zu bringen alles gute für den sieg der liebe die verbindet und nicht trennt
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