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Christian Wulff – der einsame Weise der Bundesrepublik einfach vogelfrei?
09.01.12
Von:  Dr. Abdel-Hafiez Massud

Kategorie: POLITIK

In Deutschland als Politiker tätig zu sein, ist nicht gefährlich. In Deutschland als Politiker mit abweichenden Ansichten zu sein, ist mindestens politisch Karriere-gefährdend. Grundkonsense agieren in der deutschen Bundespolitik immer noch als eine kategorische Diktatur.  Das lässt uns jedes Geplapper über die Demokratie schlicht vergessen.  Für die Mutigen macht das mehr Mut, seine für richtig angesehenen Ansichten und Erkenntnisse zu vertreten und diesen Prinzipien und Ansichten zum etablierten Sieg zu verhelfen, auch wenn diese Mutigen zur schwindenden Minorität gehören. Wo wären wir heute, wenn Martin Luther in Wittenberg nicht auf den Plan getreten war? Wo wären wir heute, wenn Willy-Brandt nicht seinen Knie-Fall für den Frieden in Polen gemacht hätte? Keine Frage, jeder Fortschritt der Menschheit ist dem Mut der einsichtigen Minorität, auch einem Einzigen, zu verdanken. Dass Sie dafür verfolgt, angegriffen, belauert werden, ist schlicht normal und gehört zu den minimalen Erwartungen.


Ein aktuelles Parade-Beispiel für diese Kenntnis bietet gerade das mit voller Energie von ganz akribischen bestimmten Medien initiierte und getragene politische Lynchmord-Verfahren gegen den jetzigen Bundespräsidenten Christian Wulff.   Die billige Legitimation dieser berühmt-brüchigen bestimmten Medien ist der Hinweis auf die Pressefreiheit und den sogenannten investigativen Journalismus. Dieser Hinweis ist zugleich eine äußerst fragwürdige Instrumentalisierung von Grundrechten des modernen deutschen Rechtsstaates, wie das kürzlich bekannte, eindeutig erpresserische Verhalten bestimmter Medien und bestimmter Journalisten gegen den gutmütigen Bundespräsidenten Christian Wulff belegt.


Die Frage ist berechtigt, wann der deutsche Rechtsstaat unter dem erschöpfenden Einsatz aller verfügbaren legitimen Mittel die Rechtskonformität dieser bestimmten Verlagshäuser und Medien streng überprüft. Die bewegte stumme Mehrheit in Deutschland will – und das ist noch wichtiger - zudem möglichst bald wissen, in wessen Auftrag  und mit welcher Agenda diese bestimmten belauerenden Verlage und Medien auf deutschem Boden agieren.
Dank dieser bestimmten Medien und allein dank dieser Medien hat nicht nur die Würde des Amtes des Bundespräsidenten, sondern die Würde des ganzen deutschen Staates und die Würde eines jeden deutschen Bürgers und einer jeden deutschen Bürgerin Schaden genommen. Und natürlich drehen diese Medien den Spieß um und behaupten, dass der Bundespräsident dem Amt geschadet habe.


Seit seiner islamfreundlichen Aussage am Tag der deutschen Einheit im vorvergangenen Jahr war es das Ziel dieser bestimmten Medien, den gutmütigen Christian Wulff zu belauern und ihn zu Fall zu bringen, als wäre er selbst der Politiker, der einst gesagt hat: „Das Nazi-Deutschland ist ein Faszinosum“. Seit diesem Tag sind diese bestimmten Medien mit der besonderen Agenda in dem Causa Christian Wulff  bis heute nie ruhig geworden.  Dabei gilt Christian Wulff auf keinen Fall als Anwalt des Islams noch als Anwalt der Muslime in Deutschland, deren Zahl mittlerweile die Bevölkerungszahl von zwei Bundesländern ausmacht. Die islamfreundliche Aussage des Bundespräsidenten war zudem weder die erste ihrer Art noch ging er über das Deskriptive hinaus. Im Übrigen kennen Muslime keinen, den sie „ihren Anwalt“ nennen. Weder unter Politikern, noch unter den etablierten Medien noch unter den Lobbyorganisationen. Einen Bundespräsidenten wegen eines solchen Satzes derart energisch  zu jagen, zeugt von einem dramatischen Ausmaß an der Bereitschaft zur Feindseligkeit. Die freundliche Aussage des Bundespräsidenten an die muslimischen MitbürgerInen Deutschlands war Ausdruck der Weisheit eines einfühlsamen jungen Politikers, der sich kraft des Amtes als die Integrationsperson einer Nation versteht. Das ehrt Christian Wulff. Das ehrt die CDU. Das ehrt den deutschen Bundestaat. Für die Muslime war der Trost aus dieser Aussage jedoch wie ein Tröpfchen auf einem sehr breiten glühenden Stein. Denn die jetzige dramatische prekäre Lage der Muslime und ihrer Kinder in Deutschland, die unter Überlebens-Gefahren wie alltäglichem Rassismus, blockierter Teilhabe an Arbeitsmarkt und Wohlstand, übertrifft die Phantasie-Kraft  des Satans, dass sie sich mitunter mit einem anderen virtuellen Deutschland in ihrer Phantasie trösten.


Die Weisheit des Bundespräsidenten Christian Wulff auf der Ebene der Innenpolitik zeigt sich auch der Ebene der Außenpolitik. Das wird so nicht nur auf der europäischen und atlantischen Ebene wahrgenommen. Heute gilt Christian Wulff in allen islamischen Ländern auch als der angesehenste  deutsche Politiker überhaupt. Die Früchte aus diesem guten Ruf dienen den Interessen der ganzen deutschen Bundesrepublik. Mit dem Aufstieg der islamischen Parteien in den Mittelmeeranrainer-Staaten wird sich der Bundespräsident Christian Wulff noch besser als der beste Türöffner deutscher Interessen erweisen. Deutschland hat zurzeit sonst niemand, der in dieser Region als Türöffner so gut taugt wie er.  Auch haben die politischen Parteien im Bundestag die Aufnahme und die Förderung politischer Talente islamischen Glaubens bis heute derart blockiert und ignoriert, dass sie im Ernstfall im Umgang mit islamischen Ländern über keine glaubwürdigen Kadern verfügen. Deutschland hat sich hier verweigert, den großen amerikanischen Bruder zum Vorbild zu nehmen, der z. B. viele Verantwortliche Botschafter islamischen Glaubens hat.


Christian Wulff wird im Inland als auch im Ausland als ein Mann der ausgewogenen Mitte und eine deutsche Stimme der Weisheit wahrgenommen. Abgesehen von dem berechtigten Interesse an der Rechtskonformität seiner Privatgeschäfte, abgesehen von seiner falsch verstandenen und missbrauchten Gutmütigkeit und falsch verstandenen und missbrauchten menschlichen Bescheidenheit, die ihn dazu verleitet, persönlich Kontakt mit manchem Journalisten aufzunehmen,  darf er weder von der Bundesregierung, noch von den Parteien noch von den klugen wachsamen deutschen BürgerInnen und Bürgern für vogelfrei erklärt werden, um ein paar sogenannte investigativen Journalisten mit fragwürdiger Agenda einen Gefallen zu tun. 


Die weltweit als mächtig geltende Bundeskanzlerin und die reifen Parteivorsitzenden aller deutschen Parteien im Bundestag müssen heute der Welt erklären, ob sie Deutschland wirklich regieren oder ob sie und Deutschland mit ihnen von dem Telefonbeantworter eines Journalisten regiert werden.

 

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KOMMENTARE VON LESERN

 

20.01.2012

 

Falls dieser Artikel ernst gemeint sein soll (falls das Ganze eine Satire sein soll, dann kommt das jedenfalls nicht so rüber.), dann bringt er genau eines der großen Probleme vieler deutscher Muslime zum Ausdruck. Zu behaupten, dass Christian Wulff jetzt so einen Gegenwind bekommt, hätte etwas mit seinen Aussagen zum Islam vor einigen Monaten zu tun, kann man schon kaum noch als Verfolgungswahn bezeichnen. Das ist einfach nur blödsinnig. Gerade solche Artikel und Meinungen sind einer der Hauptgründe, die es enorm erschweren, dass wir Muslime in Deutschland als ernsthafte Gesprächspartner wahrgenommen werden.


Übrigens wird durch solche Vermutungen auch jegliche sinnvolle Kritik an den beteiligten Medien hinfällig, da es kaum möglich ist, jemanden zu kritisieren, indem man solch abwegige Behauptungen aufstellt.


Solche Wahnvorstellungen helfen niemandem und nerven einfach unglaublich.

Antwort des Autors:

Der Kommentator oder die Kommentatorin soll uns mindestens seine alternative Sicht der Dinge erklären, wenn er unsere Einschätzungen grobschlächtig als "Wahnvorstellungen" abtun will.
 
Der Artikel beruht vielmehr auf realen konkreten, ausgedrückten Aussagen in der Öffentlichkeit, wonach "die Hauptleistung des Bundespräsidenten CH- Wulff NUR die Eingemeindung des Islams nach Deutschland " sei. Nein, das Gespräch mit deutschen Muslimen wird nicht erschwert, weil sie das Wort ergreifen.
Der Kommentator oder die Kommentatorin soll uns doch erklären, welches Gespräch mit wem und wie erschwert wird und wie es woanders aussieht, wenn wir Muslime verstummen und nicht als "Wahnsinnige" auftreten.
Im Übrigen, wollen wir weiterhin sehr wahnsinnig bleiben und lassen uns den Mut dazu mit Nebenbegründungen nicht wegnehmen. Sprechen ist und bleibt unser politisches Handeln.




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